Galloway und der liebe Winter

Team Winter oder Team Sommer?
Diese Frage wird uns immer mal wieder gestellt und ist unglaublich schwer zu beantworten. Während der Vegetationszeit, also Frühling bis Herbst, gibt es auf unseren Futterflächen immer viel zu tun. Eggen, einsäen, Zäune vorbereiten im Frühling, Futter für den Winter produzieren und die Rinder auf die Alp bringen im Sommer, grosse Weiden vorbereiten, Silieren, Rinder von der Alp zurückholen und Maschinen einwintern im Herbst. Man könnte fast sagen, die Winterzeit sei "langweilig".
Ein normaler Wintertag auf dem Marlenberg
Unter der Woche startet der Tag um 05:00. Die Kühle liegen um diese Zeit meist noch auf ihren Plätzen, was praktisch ist um den Futterplatz zu putzen. Wenn dieser sauber ist, bekommen sie frisches Heu und werden im Fanggitter eingesperrt. So können wir rangkämpfe während der Fressenszeit vermeiden. Es könnte ja sein dass es an einem anderen Platz das bessere Futter gibt. Wenn die Tiere fressen kann in aller Ruhe der Stall geputzt und neu eingestreut werden. Bevor die Tiere sich wieder frei bewegen können, gibt es noch Silage und Mineralfutter, dass mögen sie besonders gerne.
Wie lange dieser morgendliche Stallgang dauert? In der Regel 1 bis 1.5 Stunden, je nach dem wie lange man bei den Kälber Zeit "verpläterlet".
Und danach? Danach gehen wir arbeiten. Um 17:30 beginnt dann die Arbeit aufs neue.
Weiden im Winter
Während des Winter sind die Kühe nur bei guten Bedingungen draussen, um den Schaden auf den Weiden möglichst gering zu halten. Sie finden es nämlich sowieso meist nach 3 Stunden langweilig, wenn sie kein Grad fressen können. Aber ein bisschen umherrennen und sich die Beine vertrampeln ist unglaublich wichtig für die Gesundheit. Manchmal müssen wir sie halt zum Glück zwingen.
Die besten Winterjacken
Ob unsere Galloway manchmal frieren?
Wenn es schneit steht meist die ganze Herde draussen im Laufhof und geniessen die Flocken. Galloway Kühe kommen ursprünglich aus Schottland und sind sich dadurch raue Temperaturen gewohnt.
Was immer wieder spannend zu sehen ist, der Schnee schmilzt nicht auf ihren Rücken, sondern bleibt einfach liegen. Dies zeugt von einer sehr guten Isolation des Felles.
